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Comp Consist LR

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Comp Consist

Technical Topic Schmierfett: Komponenten, Konsistenz und Kompatibilität Schmierfette werden häufig gegenüber Ölen bevorzugt, wenn ein Schmierstoff in einem Bauteil an Ort und Stelle verbleiben soll. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Möglichkeit für eine regelmäßige Nachschmierung begrenzt oder wirtschaftlich nicht lohnend ist. Ursachen für diese Anforderung können die Beschaffenheit des Bauteils, die Bewegungsart oder die Art der Dichtung sowie der Umstand sein, dass der Schmierstoff vollständige oder teilweise Dichtungsfunktionen übernehmen muss, um den Verlust von Schmierstoff oder den Eintrag von Verunreinigungen zu verhindern. Aufgrund ihrer festen Beschaffenheit haben Schmierfette keine Kühl- oder Reinigungsfunktionen, darüber hinaus sind aber die Funktionen eines Fettes denen der Schmieröle gleich. Schmierfettkomponenten Schmierfette werden durch Kombination dreier Komponenten hergestellt: Grundöl, Verdicker und Additive. Grundöle: Der in jedem Schmierfett enthaltene flüssige Anteil wird als Grundöl bezeichnet und kann mineralisch, synthetisch oder eine andere Flüssigkeit mit Schmiereigenschaften sein. Die Viskosität der Grundöle reicht von dünnflüssigem, mineralischem Dichtöl bis hin zu hochviskosen Zylinderölen. Das Grundöl bildet den größten Volumenanteil eines Schmierfetts (üblicherweise 80 % bis 97 %). Dieser Anteil des Schmierfetts ist für die eigentliche Schmierung verantwortlich. Verdicker: Beim Verdicker handelt es sich um einen Stoff schwammartiger Struktur, der in Kombination mit dem Grundöl für eine feste bis halbflüssige Konsistenz sorgt. Vereinfacht ausgedrückt verhält sich der Verdicker im Fett in Kombination mit dem Grundöl wie ein Schwamm, der Wasser aufsaugt. Als Verdicker werden in Schmierfetten hauptsächlich Seifen von Lithium, Aluminium, Kalzium oder als seifenfrei Ton (Bentonit) und Polyharnstoffe eingesetzt – entweder allein oder in Kombination. Der am häufigsten eingesetzte Verdicker ist Lithium. Additive: Wie bei flüssigen Schmierstoffen geben Additive und feste Zusatzstoffe dem Schmierfett spezielle Eigenschaften und verbessern bereits vorhandene Eigenschaften. Bei den Additiven, die häufig in Schmierfetten verwendet werden, handelt es sich um Oxidationsschutz-, Rostschutz-, und Pourpoint-Verbesserer, Hochdruck-Additive, Verschleißschutzmittel sowie Schmier- oder Reibungsverbesserer. Feste Zusatzstoffe wie Molybdändisulfid und Grafit helfen, die Schmierung bei sehr niedrigen Gleitgeschwindigkeiten zu verbessern. Farbstoffe oder Pigmente dienen der Färbung und haben keine Auswirkung auf die Schmierfähigkeit des Schmierfetts. Schmierfettkonsistenz Die Konsistenz ist definiert als Grad, in dem ein plastisches Material einer Deformation unter Krafteinwirkung widersteht. Im Fall von Schmierfetten ist dies ein Maß für die relative Härte oder Weichheit und ist mit den Fließ- und Dosiereigenschaften verknüpft. Die Konsistenz wird gemäß ASTM D 217 (Konuspenetration von Schmierfetten) gemessen und als NLGI-Klasse (National Lubricating Grease Institute) angegeben. Konuspenetration: Die Konsistenz wird in der Regel bei 25 °C gemessen nachdem die Probe mit 60 Doppelhüben im ASTM Fettkneter durchgeknetet wurde. Nach Vorbereitung der Probe wird ein Penetrationskegel freigegeben, der fünf Sekunden lang mit seinem Eigengewicht in das Fett einsinken kann. Die Einsinktiefe des Kegels wird anschließend in Zehntel Millimeter abgelesen.

Köb Schmierstoffe

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